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Praxis für Neurochirurgie
Dr. Elmar Patz
Dr. Patz am CT Lichtbild

Engpasssyndrom des Nervus medianus in der Hand (Karpaltunnelsyndrom)

Der Karpalkanal, die wichtigste und häufigste Kompressionsstelle im Verlauf des Nervus medianus, wird aus den Handwurzelknochen und dem quer darüber verlaufenden Band (Retinaculum flexorum) gebildet. In diesem Kanal verlaufen außer dem Nervus medianus noch die Sehnen der Fingerbeuge- muskeln. Bei Verdickung des Retinaculum flexorum kommt es zu einer Kompression des Nervs in der vorbestehenden Engstelle.
Das Karpaltunnelsyndrom ist das häufigste Engpasssyndrom peripherer Nerven. Ca. 8-10% der Bevölkerung leidet an einem Karpaltunnelsyndrom, welches in der Regel beidseits auftritt, jedoch die dominante Hand bevorzugt. Frauen sind ca. dreimal häufiger betroffen als Männer. Das Karpaltunnel- syndrom ist familiär gehäuft.

Beschwerden:

Typische Beschwerden sind die nächtlichen Taubheits- und Kribbelgefühle in der betroffenen Hand, welche auch durch bestimmte Bewegungen ausgelöst werden können. Ausschütteln der Hand führt zur Schmerzbesserung. Bei zunehmender Kompression und Schädigung des Nervs kommt es zu einer Verstärkung der Intensität und Dauerhaftigkeit der Missempfindungen, insbesondere der Fingerkuppen des 3. und 4., später auch des 1. und 2. Fingers mit deutlichen Störungen der Feinmotorik.

Diagnostik:

Zur Sicherung der Diagnose wird eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit durchgeführt.

Operation:

Die operative Therapie wird dann empfohlen, wenn nach eindeutiger Diagnosesicherung weiterhin zunehmende Beschwerden bestehen, insbesondere auch, wenn diese die Nachtruhe stören, oder wenn neurologische Ausfälle (z.B. Lähmungen und Taubheitsgefühle) bestehen.

In unserer Praxis wird nur die offene Operation durchgeführt, da wir diese Methode der endoskopischen Operation (Schlüssellochverfahren) in dieser Lokalisation als überlegen ansehen. Hierbei wird das Retinaculum in lokaler Betäubung über einen ca. 3-4cm langen Hautschnitt in der Hohlhand scharf durchtrennt. Anschließend wird ein Druckverband für einen Tag angelegt. Die Bewegungsübungen der Finger und Hand sollten sofort beginnen, eine übertriebene Schonung der Hand ist schädlich und kann zu schweren Bewegungsbehinderungen führen.

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